Geschichte des (Trick)-Films



Geschichte des (Trick-)Films

Die erste bekannte Entdeckung, die sich mit dem Thema der bewegten Bilder auseinandersetzte, stammt aus dem Jahre 1640. Ein deutscher Pfarrer machte sie. Er nannte sie ,,Zauberlaterne''. Die Bilder wurden von einer bemalten Glasplatte, die vor einer Lichtquelle stand, auf eine (Lein-) Wand projiziert.

Der englische Gelehrte Peter Mark Roget entdeckte 1824 ,,die Trägheit des Auges'' (Siehe Das Lebensrad und die Trägheit des menschlichen Auges).

Es gab noch eine Reihe weitere Erfindungen wie das Zoetrop (Siehe Das Lebensrad )aus dem Jahre 1867 von William Lincoln oder das Praxinoskop von 1878 von Émile Reynaud, aber keine davon war so wichtig wie das Kinetoskop (1891) von Alva Edison.

Es war ein runder Kasten, in dem innen Zeichnungen auf einer Rolle befestigt waren. Wenn man an dieser drehte, konnte man durch ein kleines Loch die Bilder wie einen Film betrachten. Diese Erfindung verbreitete sich schnell. Viele Kinetoskopen wurden in der Öffentlichkeit aufgestellt und gegen Geld konnten die Filme angesehen werden.

Bald kam man auch darauf, die Bilder mit einer Kamera aufzunehmen und dann auf eine Rolle des Kinetoskopes zu kleben.


1906 wurde der Kurzfilm ,,Humorus Phrases of Funny Faces'' in Amerika von dem Künstler James Stuart gezeichnet.

1915 erfand Max Fleischer das Rotoskop. Bei diesem Verfahren wird der Film erst mit echten Menschen gefilmt und dann auf eine Glasscheibe projiziert. So konnte man den Film gut abpausen. Der erste Film dieser Technik ,,Ko-Ko der Clown'' war ein Riesenerfolg.

1919 – 1930: 175 Episoden der Zeichentrickfolge ,,Felix The Cat'' erschienen und wurden damit die erste Zeichentrickserie der Filmindustrie.

Das amerikanische Zeichentrickstudio ,,Bell Laboratories'' nahm 1964 erstmals, in der Geschichte des Films, Computer bei Animationen zu Hilfe.


Die Disney-Studios arbeiteten ständig an der Erweiterung der Filmproduktion, sie hatten beachtliche Erfolge zu Buche stehen:

Den ersten vertonten Zeichentrickfilm zum Beispiel; er wurde 1928 ausgestrahlt. Er heiß Willie, und war fast acht Minuten lang. Mit Hilfe eines Cinephons wurde der Ton hinzugefügt.

Auch der erste Film in Farbe ist den Disney-Studios zuzuschreiben. Mit Hilfe eines dreifarbigen Technicolor-Verfahrens bekam der Film seine Farbigkeit.

Mit einer Multiplan-Kammera aus dem Hause Disney entstand bei einem zweidimensionalen Zeichentrickfilm die Täuschung einer Optischen Tiefe. Diese Technik wurde erstmals bei dem Film Die alte Mühle angewendet. Später wurde auch Schneewittchen und die Sieben Zwerge nach diesem Verfahren gedreht.

Der erste komplett am Computer animierte 3D-Film, ,,TOY STORY'' wurde von Disney und Pixar vorgestellt. Es hatte zwar davor schon einige Experimente mit der 3D-Technik gegeben, unteranderem von Disney, doch bei diesen Filmen gab es nur wenige Szenen mit 3D-Effekten.

 


Quellen: Animation Trickfilm, Sergi Càmera, EDITION Michael Fischer


©Xaver Kasparek 2012